Minne: Fehlende Mediziner sind hausgemachtes Problem
Laut eines aktuellen WESER-KURIER-Artikels ist die haus- und fachärztliche Versorgung im Land Bremen vielerorts unzureichend. Zudem stehen zahlreiche Mediziner kurz vor dem Ruhestand, oftmals finden sich keine Nachfolger. Patienten suchen vergeblich nach freien Behandlungsterminen, während Wartezeiten immer länger werden. Besonders betroffen sind ländlich gelegene Stadtteile, aber auch einige zentralere Ortsteile haben einen Mangel an Ärzten.
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert deshalb den Aufbau einer eigenen medizinischen Fakultät in Bremen, um junge Ärzte dauerhaft für den Standort „Land Bremen“ zu gewinnen. Zusätzlich plädiert die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND für eine Soforthilfe von 5.000 Euro für die erste Praxiseröffnung von Nachwuchsärzten, um Bremen und Bremerhaven im Wettbewerb mit anderen Bundesländern attraktiver zu machen.
André Minne, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, erklärt dazu: „Das Grundproblem ist hausgemacht. Bremen ist das einzige Bundesland ohne eigene medizinische Fakultät, außerdem werden junge Ärzte in Bremen bei einer Praxisgründung zu wenig unterstützt. Für den Patienten ist die freie Arztwahl längst Illusion. Man kann froh sein, wenn man überhaupt noch eine Praxis findet, die neue Patienten aufnimmt. Die rot-grün-rote Koalition hat aus unserer Sicht keine erkennbaren Lösungsansätze für dieses Problem. Wir fordern deshalb den Aufbau einer medizinischen Fakultät mit Sitz in Bremen und zusätzlich eine Soforthilfe von 5.000 Euro für den Praxisstart von Nachwuchsärzten. Nur so können wir im Wettbewerb mit anderen Bundesländern bestehen und junge Ärzte nach Bremen und Bremerhaven holen.“
Die 5.000-Euro-Soforthilfe soll nach Auffassung der BD-Fraktion junge Ärzte bei ihrer Praxisgründung in Bremen und Bremerhaven unterstützen.