Fricke: Senatorin hat nicht wirklich etwas bewegt
Zum Rücktritt der Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) äußert sich der bildungspolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, Holger Fricke, wie folgt:
„In der Bildungsbehörde konnte Aulepp nur scheitern. Sie trat an, um das Bremer Bildungssystem zu verbessern. Sie stand während ihrer gesamten Amtszeit im Feuer der Kritik. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Nahezu die Hälfte aller Bremer Erstklässler haben ein Sprachdefizit. In Bremen und Bremerhaven herrscht ein dramatischer Lehrermangel, dadurch fällt an vielen Schulen der Unterricht aus. In den Kitas sind bis zu 30 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher im Krankenstand. Bremens Bildungssystem ist das schlechteste bundesweit. Mit Aulepp wurde der letzte Platz der PISA-Studie quasi festgenagelt. Sie hat als Bildungssenatorin nicht wirklich etwas bewegt. Obwohl ihr Ressort mit einem Jahresbudget von einer Milliarde Euro den größten Anteil der Haushaltsmittel bekommt, klaffte trotzdem ein Defizit von rund 45 Millionen Euro. Einen Misstrauensantrag der Opposition überstand Frau Aulepp nur knapp. Dass Bürgermeister Andreas Bovenschulte den Posten wieder mit einem externen Genossen besetzen will, zeigt, wie wenig er seinen Bremer Parteifreunden zutraut“.
Der BD-Fraktionsvorsitzende Jan Timke ergänzt: „Schon in der Halbzeit der Legislaturperiode erklären mit Ulrich Mäurer und Sascha Aulepp gleich zwei Senatoren ihren Rücktritt. In ihren Fachbereichen hinterlassen sie einen Scherbenhaufen. Einen größeren Beweis für das Scheitern der Koalition unter Andreas Bovenschulte kann es nicht geben. Dieser Senat hat damit das Vertrauen der Wähler gänzlich verspielt“.