Schellenberg: Wer arbeiten kann, soll auch schnell in Arbeit kommen
Einem aktuellen Medienbericht zufolge, planen Agentur für Arbeit und Handwerkskammer sogenannte Crashkurse in denen Flüchtlinge innerhalb von sechs Wochen die Grundlagen eines Handwerksberufs erlernen sollen. Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND begrüßt grundsätzlich das Ziel, Menschen schneller in Arbeit zu bringen, fordert jedoch klare Qualitätsstandards und Fairness gegenüber heimischen Arbeitsuchenden.


Integration in den Arbeitsmarkt darf nicht durch abgesenkte Anforderungen erkauft werden. Entscheidend ist aus Sicht der BD-Fraktion, dass Qualifikation, Leistungsprinzip und tatsächlicher Fachkräftebedarf im Mittelpunkt stehen.


Sven Schellenberg, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Bürgerschaft, erklärt dazu: „Wer arbeiten kann, soll auch schnell in Arbeit kommen. Bremen kann es sich nicht leisten, Menschen jahrelang in Sprachkursen, Maßnahmen und bürokratischen Warteschleifen festzuhalten. Gleichzeitig darf aus Geschwindigkeit keine Symbolpolitik werden. Sechs Wochen ersetzen keineswegs eine Handwerksausbildung und niedrigschwellige Angebote dürfen nicht zu niedrigeren Ansprüchen führen. Es muss gewährleistet sein, dass solche Programme nicht zulasten heimischer Arbeitsloser gehen und am Ende nur neue Niedriglohnstrukturen entstehen. Integration gelingt nicht durch Absenkung von Standards, sondern durch klare Erwartungen, verbindliche Qualifizierung und echte Perspektiven im Arbeitsmarkt.“

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