Leidreiter: Hansestadt fällt im Standortwettbewerb zurück

Am Samstag wurde durch den WESER-KURIER bekanntgegeben, dass die Flugairline Lufthansa ihre Direktverbindung vom Airport Bremen zum Verkehrsknotenpunkt Frankfurt einstellen wird. Damit verliert der Wirtschaftsstandort Bremen eine wichtige Fluglinie. Privatpersonen sind wie Unternehmen davon betroffen. 

Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND bedauert diese Entscheidung und fordert den Senat auf die politischen Rahmenbedingungen für einen Beibehalt der Flugstecke zu schaffen. 

Piet Leidreiter, verkehrspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, erklärt dazu: „Nachdem das Land Bremen bereits den Flughafen Luneplate in Bremerhaven sowie die Ryanair-Base verloren hat, ist die Streichung der Frankfurt-Bremen-Verbindung ein weiteres alarmierendes Signal für unseren Wirtschaftsstandort. Wer internationale Geschäftsbeziehungen pflegen oder schnell globale Anschlussflüge erreichen will, braucht eine leistungsfähige direkte Anbindung an internationale Drehkreuze. Genau diese wichtige Verbindung droht Bremen jetzt zu verlieren.

Die Entscheidung der Lufthansa ist zugleich ein weiteres Zeichen dafür, dass Bremen im Standortwettbewerb zunehmend zurückfällt. Hohe Abgaben wie die Luftverkehrssteuer, steigende Kosten und fehlende politische Impulse setzen den Aviation-Standort Bremen immer stärker unter Druck. Während andere Regionen ihre Infrastruktur gezielt stärken, hinkt Bremen zunehmend hinterher.

Der Senat darf diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen. Wir erwarten endlich eine klare Strategie zur Sicherung und Stärkung des Flughafens Bremen. Dazu gehört auch, bestehende Verbindungen aktiv zu unterstützen und neue Perspektiven für den Wirtschafts- und Flugstandort Bremen zu schaffen. Wenn zentrale Flugverbindungen wegfallen, verliert Bremen am Ende nicht nur Mobilität, sondern auch wirtschaftliche Zukunftschancen.“

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