Schellenberg: Fachkräftemangel – gleichzeitig keine Ausbildungsplätze
Laut einer aktuellen Statistik der Agentur für Arbeit, gab es in der Stadt Bremen im Mai mehr Bewerber auf einen Ausbildungsplatz als verfügbare Stellen. Gleichzeitig klagen Unternehmen darüber, dass es ihnen an ausreichend Fachkräften fehlt.
Für die Fraktion Bündnis Deutschland zeigt dieser Umstand vor allem eines: Der vom rot-grün-roten Senat als große Lösung präsentierte „Ausbildungsfonds“ kann die grundlegenden Probleme des Ausbildungsmarktes nicht lösen. Das Ungleichgewicht zwischen Bewerbern und verfügbaren Plätzen konnte durch die politische Einflussnahme in den Arbeitsmarkt nicht behoben werden.
Sven Schellenberg, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, dazu:„Bremen leistet sich den absurden Zustand, gleichzeitig einen Fachkräftemangel und auf der anderen Seite unversorgte Ausbildungs-bewerber zu haben. Das ist kein Marktversagen, sondern das Ergebnis jahrelanger bildungs- und wirtschaftspolitischer Fehlentscheidungen. Wir haben von Anfang an davor gewarnt, dass man fehlende Ausbildungsreife nicht mit einer neuen Abgabe herbeiverordnen kann. Der Ausbildungsfonds schafft keine besseren Schulabschlüsse, keine ausreichenden Deutschkenntnisse und keine höhere Qualifikation. Er schafft vor allem neue Bürokratie und zusätzliche Belastungen für Betriebe.
Nach Auffassung der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND liegen die Ursachen deutlich tiefer. Zu viele junge Menschen verlassen die Schulen ohne die notwendigen Grundkompetenzen für eine erfolgreiche Berufsausbildung. Gleichzeitig fehlt es an einer konsequenten Berufsorientierung und einer stärkeren Verzahnung von Bildungsstätte und Wirtschaft.
Schellenberg weiter: „Fachkräftesicherung beginnt bei den eigenen Jugendlichen. Wer ständig über den Fachkräftemangel spricht, muss zuerst dafür sorgen, dass junge Menschen überhaupt die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringen. Genau daran ist die rot-grün-rote Bildungspolitik bislang gescheitert.“
