Schellenberg: Gewinnung von qualifizierten Fachkräften muss Fokus sein
Laut eines aktuellen Berichts des WESER-KURIER gerät die Bremer Volkshochschule infolge ausbleibender Fördermittel für Integrationskurse wirtschaftlich unter Druck. Hintergrund sind fehlende neue Kurszulassungen und damit verbundene Einnahmeausfälle bei den Trägern. Die BD-Fraktion fordert in diesem Zusammenhang eine grundlegende Neuordnung der Förderhilfe in Bremen: Fördermittel müssen künftig stärker an konkrete Vermittlungserfolge, Qualifizierung für den Arbeitsmarkt und den tatsächlichen Fachkräftebedarf gebunden werden. Bremen brauche echte Fachkräfte – keine dauerhafte Finanzierung ineffizienter Maßnahmenstrukturen.
Dazu erklärt Sven Schellenberg, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND: „Die aktuelle Debatte um die VHS-Fördermittel zeigt vor allem eines, in Bremen hat sich über Jahre ein System entwickelt, das sich zunehmend selbst verwaltet. Statt Menschen nachhaltig in Arbeit zu bringen, werden immer neue Maßnahmen finanziert, deren Nutzen für den Arbeitsmarkt marginal bleibt. Dieser Umstand ist gegenüber den Steuerzahlern nicht mehr vermittelbar. Unser Bundesland braucht eine Fördermittelvergabe, die sich am Ergebnis orientiert. Öffentliche Gelder müssen dort eingesetzt werden, wo tatsächlich Qualifikation entsteht und Fachkräfte gewonnen werden können. Wer Steuergelder erhält, muss auch nachweisen, dass daraus reale Beschäftigung entsteht. Alles andere ist am Ende nichts anderes als teure Symbolpolitik auf Kosten der Bürger.“
Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND fordert daher, Fördermittel künftig gezielter einzusetzen. Statt Integrations- und Qualifizierungsmaßnahmen unabhängig von tatsächlichen Arbeitsmarktchancen auszuweiten, muss Bremen verstärkt auf die gezielte Gewinnung qualifizierter Fachkräfte innerhalb der europäischen Grenzen setzen. Öffentliche Mittel müssen vorrangig dazu dienen, dringend benötigte Fachkräfte für Handwerk, Industrie und Dienstleistungen zu gewinnen, anstatt Menschen ohne unmittelbare Beschäftigungsperspektive dauerhaft in Maßnahmenstrukturen zu halten.
