Leidreiter: Gaffer zu Rechenschaft ziehen

Am Montag kam es im Stadtteil Tenever zu einem tödlichen Unfall mit einer Straßenbahn. Eine 73-jährige Frau wurde dabei erfasst und verstarb noch am Unfallort. In der Folge wurden die Bergungsarbeiten durch hunderte Schaulustige massiv behindert. Einsatzkräfte mussten Platzverweise androhen, zudem wurde ein Mobiltelefon beschlagnahmt.

Immer häufiger kommt es vor, dass Schaulustige Einsatzkräfte behindern oder Opfer filmen und fotografieren. Die BD-Fraktion fordert daher eine konsequente Durchsetzung bestehender Gesetze sowie eine klare Verschärfung der Sanktionen bei Behinderung von Rettungskräften. 

Piet Leidreiter, verkehrspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND, erklärt dazu: „Was sich in Tenever abgespielt hat, ist an Respektlosigkeit kaum zu überbieten. Menschen verlieren offenbar jede Hemmschwelle, wenn sie mit dem Smartphone in der Hand am Unfallort stehen. Statt Rettungswege frei zu halten, werden Bilder gemacht und sogar weiterverbreitet.

Wir brauchen endlich eine klare gesellschaftliche Ansage, Gaffen ist kein Kavaliersdelikt. Wer Rettungskräfte behindert oder Opfer zur Schau stellt, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen. Neben einer lückenlosen Strafverfolgung erwarten wir vom Senat auch eine breit angelegte Aufklärungskampagne. Jeder muss wissen: Wer filmt statt zu helfen, macht sich strafbar und gefährdet im Zweifel Menschenleben.“

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