Seit 2008 bildet der Bremer Schulkonsens die Grundlage der Bildungspolitik in Bremen. 2018 wurde er verlängert, 2028 stünde eine weitere Fortschreibung an. Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND zieht jedoch eine ernüchternde Bilanz: Bremen ist seit Jahren bildungspolitisches Schlusslicht. Gleichzeitig liegt der vorschulische Sprachförderbedarf in Stadtteilen wie Gröpelingen, Osterholz und Huchting bei über 60 Prozent – in Gröpelingen sogar bei fast 75 Prozent. Die Inklusion stößt angesichts fehlenden Fachpersonals vielerorts an ihre Grenzen. Für die BD-Fraktion ist deshalb klar, dass die Bremer Bildungspolitik grundlegend neu ausgerichtet werden muss.
Piet Leidreiter, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Bremischen Stadtbürgerschaft, erklärt dazu: „Nach fast 20 Jahren Schulkonsens ist die Bilanz fatal. Bremen belegt seit Jahren dauerhaft den letzten Platz im INSM-Bildungsmonitor und auch der Sprachförderbedarf ist in manchen Stadtteilen dramatisch hoch. In Gröpelingen benötigen beispielsweise 74,9 Prozent der Kinder zusätzliche Sprachförderung. Auch die Inklusion funktioniert ohne ausreichend qualifiziertes Fachpersonal vielerorts nicht so, wie es sich Rot-Grün-Rot vorstellt. Bremen braucht deshalb weniger neue Schulmodelle, endlich mehr verbindliche Sprachförderung und die Rückkehr zum Leistungsprinzip. Dazu gehören Schulnoten ab Klasse drei, die Möglichkeit des Sitzenbleibens und eine stärkere Begabtenförderung. Für uns bedeutet das auch die Rückkehr zu einem klar gegliederten Schulsystem aus Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Förderschulen statt der heutigen Oberschulen.“
